Deutsche Post AG
Service Niederlassung Filialen Regionalleitung West
Regionaler PolitikbeauftragterHerr Berthold Hoppe
44129 Dortmund
Betr. Kundenaufrufsystem im Postbank Finanzcenter Aachen
unser Schreiben v. 11.3.2008
Sehr geehrte Damen und Herren,
zu unserer großen Verblüffung haben wir festgestellt, dass sich an der unhaltbaren Situation für ältere und behinderte Menschen in Postbankcenter Aachen Kapuzinergraben nichts geändert hat.
Wie wir durch die für unsere Stadt zuständige Bundestagsabgeordnete, Frau Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt erfahren haben, haben Sie Ihr mit Schreiben13.3.2008 zugesagt, ein überarbeitetes System umzusetzen.
Wie wir nun durch Augenschein feststellen konnten, hat sich an der für ältere und behinderte Menschen misslichen Situation überhaupt nichts geändert. Die Schlangen vor den Abfertigungsschaltern ziehen sich durch die gesamte Halle, bis zu 50 Menschen stehen zeitweilig dort an. Lediglich für das Abholen kleiner Päckchen gibt es einen zusätzlichen Schalter.
Wer jedoch irgendetwas am Schalter erledigen muss, muss sich in die Schlange einreihen. Wartemarken können nicht mehr gezogen werden und von daher können Leute, die nicht so lange stehen können, auch nicht auf Stühlen Platz nehmen, da sie sonst ihren Platz in der Schlange verlieren.
Wir finden diesen Zustand untragbar und bitten Sie nochmals, für Abhilfe zu sorgen. Wir finden es sehr unglücklich, dass eine Organisation wie die Deutsche Post AG so wenig Vorkehrungen trifft, um älteren und behinderten Menschen weiterhin die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.
In der Hoffnung, keine Fehlbitte getan zu haben, verbleiben wir
mit vorzüglicher Hochachtung
SPD Ortsverein Aachen Ost
Peter Combächer gez Hermann Hartong
Ortsvereinsvorsitzender Seniorenbeaurtragter
52068 Aachen, den 11.3.2008 l
An die Deutsche Post AG Niederlassung Aachen Kapuziner Karree
52062 Aachen
Betr.: Abschaffung des Aufrufsystems in Ihrer Niederlassung Kapuziner-Karree
Sehr geehrte Damen und Herren,
gegen Ihre Entscheidung, der Abschaffung des Aufrufesystems, sprechen wir uns als SPD Ortsverein Aachen Ost ausdrücklich aus. Es ist für uns einfach unfassbar, wie sehr Zeitersparnis, Effektivität, Schnelligkeit usw. aufgewertet werden gegenüber Rücksichtnahme und Fürsorge für Menschen, die entweder alt, krank, behindert oder alles zusammen sind.
Für gehbehinderte und damit auch stehbehinderte Menschen ist das Warten von bis zu 20 Minuten in einer Schlange völlig unmöglich.
Die bislang im Kapuzinerkarree gefundene Lösung, die der des mit großem Erfolg im Einwohnermeldeamt Aachen angewandt wurde und wird, ermöglichte es behinderten Menschen selber zur Hauptpost zu kommen und ihre Pakete dort abzuholen. Man hielt sein Auto kurzfristig vor dem Gebäude an, kletterte die Treppen rauf und konnte dann, nach dem Ziehen der Wartemarke, entspannt auf seinen Aufruf warten.
Dass diese Möglichkeiten genommen wurden, nur um der Schnelligkeit halber, halte ich für eine sehr unfreundliche Aktion insbesondere alten und behinderten Menschen gegenüber. Darüber hinaus sind die Sitzgelegenheiten zu weit entfernt, was gerade für ältere und behinderte Menschen von Nachteil ist.
Ein Verbesserungsvorschlag wäre, um das Verfahren zu beschleunigen, die Sitzgelegenheiten aus der äußeren Ecke herauszunehmen und an die Wand gegenüber den Schaltern zu postieren.
Wir hoffen im Sinne unserer älteren und behinderten Mitbürger/inne keine Fehlbitte getan zu haben und verbleiben, Ihrer Antwort mit großem Interesse entgegensehend, Ihr
SPD Ortsverein Aachen Ost
Peter Comächer gez. Hermann Hartong
Ortsvereinsvorsitzender Seniorenbeauftragter
|