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Jubilarehrung 2011
Am 4.1.2011 fand die diesjährige Jubilarehrung der Aachener SPD Stadt
Auch aus dem Ortsverein Aachen Ost wurden ein Reihe von Jubilaren/innen geehrt.
Pressemitteilung über die Veranstaltung " Rassismus aus der Mitte der Gesellschaft- der Fall Sarrazin und die Propaganda der Ungleichheit
Die seit dem Erscheinen des Sarrazins Buches eruptiv aufgeflammte Diskussion über die Integration der Migranten/innen in Deutschland, die willfährige Aufnahme dieses Themas durch die Parteien und Eliten des Landes, und andererseits die Verbreitung sozialdarwinistischer Passagen durch dieses Buch veranlassten die SPD Ost, die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen AfA und die Jusos diesen Tatbeständen mit Hilfe Kundiger auf den Grund zu gehen.
Dies waren Richard Gebhardt, Politikwissenschaftler an der RWTH und Dominik Clemens, der Leiter der Info - und Beratungsstelle des DGB gegen Rechtsextremismus in der Region Aachen ist und diese Institution vorstellte.
Richard Gebhardt ging zum Thema gleich zur Sache. Zunächst einmal: Sarrazin ist an sich kein Ausländerfeind, er ist ein Feind derer, die er Sozialschmarotzer nennt, bzw. die nach seinen Worten „keine ökonomische Funktion haben, also die sog. Unterschicht, sei sie deutsch, sei sie ausländisch. Wer von Transferleistungen lebt, ist für ihn Unterschicht, und da ist er gleich beim Thema. Arbeitslose = Hartz IV Empfänger = nicht leistend = nutzlos.
Da in den Anwerbejahren für das Deutsche Wirtschaftswunder Ausländer/innen überwiegend für einfache Arbeiten angeworben werden; und diese einfachen Arbeitsplätze mit dem Ziel der Produktivitätssteigerung überwiegend wegrationalisiert wurden, sind sie heute überproportional arbeitslos und mit den deutschen Arbeitslosen haben wir hier eine gemischte sog. Unterschicht.
Hier kommen die menschenverächtlichen sozialdarwinistischen Ansichten Sarrazins voll zum Tragen. Zum Erstaunen der Zuhörer konnte Richard Gebhardt anhand von Originalzitaten dies beweisen. Sarrazin möchte gerne die sog. Unterschichten dazu bekommen, sich nicht mehr so zu vermehren, wie sie es derzeit tun, weil nach seiner Ansicht die Intelligenz des deutschen Volkes abnimmt, d.h.: Deutschland schafft sich ab, so der Titel seines Buches. Für ihn wäre es wünschenswert, wenn sich nur noch die Eliten vermehrten und er wäre sogar bereit, dafür hohe Wurfprämien auszusetzen. Denn, so sagt er: „Intelligenz ist der einzige nachwachsende Rohstoff, den Deutschland noch hat“. Oder: „ Mehr Kinder von den Klugen, bevor es zu spät ist.“ Hochqualifizierte mit hoher Intelligenz sind ihm sehr willkommen, seien sie nun Türken, Inder, Juden o.a. Wobei er besonders den Juden aus dem Osten einen besonders hohen Intelligenzgrad zuspricht. Bemerkenswert sei, so führte Richard Gebhard weiter aus, sei die Tatsache, dass Sarrazin behauptet, 50 – 80 % der Intelligenz sei erblich vorbestimmt; „dumme Eltern haben dumme Kinder“!
Orginalzitat:“ „Für einen großen Teil dieser Kinder( gemeint sind die Kinder der sog. Unterklasse, Anm HL) ist der Misserfolg mit ihrer Geburt bereits besiegelt: Sie erben (1) gemäß den Mendelschen Gesetzen die intellektuelle Ausstattung ihrer Eltern und werden (2) durch deren Bildungsferne und generelle Grunddisposition benachteiligt.“ (175)
Damit ist deutlich: Sarrazin hat keine alleinige Integrations - sondern eine Selektionsdebatte im Sinn!
Die Zuhörerschaft war sehr beeindruckt. Da die meisten von ihnen das Buch überhaupt nicht gelesen hatten, standen sie der derzeitigen Debatte plötzlich sehr differenziert gegenüber. Aachen, den 9.11.2010
Sa, 17. Jul. 2010 Quelle: Aachener Nachrichten
Hildgarde Lisse streitet weiter für die „kleinen Leute“
Von Gerald Eimer
Aachen. Sollten die vielen Ungerechtigkeiten auf der Welt doch einen Sinn haben? Hildgarde Lisse könnte sicher gut drauf verzichten, aber sie wäre möglicherweise nicht so forsch, so streitlustig, so wütend, so liebenswert. Heute feiert die Vollblut-Sozialdemokratin ihren 80. Geburtstag, und nichts deutet daraufhin, dass sie sich deswegen mehr Ruhe gönnen will.
„Wenn ich an das Sparpaket in Berlin denke, dreht sich mir der Magen um“, sagt sie. Wieder müssten vor allem „die kleinen Leute“ die Zeche für das Versagen der Wirtschaftseliten zahlen. „Das macht mich wild, das hält mich jung.“
Vor gut 40 Jahren ist Hildgarde Lisse in die Politik gegangen, natürlich in die SPD. Bis vor elf Jahren hat sie noch im Stadtrat versucht, das Beste für „die kleinen Leute“ in „ihrem“ Bezirk – dem Malocherviertel Aachen-Ost – rauszuholen. Vor Ort ist das manches Mal gelungen, zur Zufriedenheit im Großen und Ganzen aber besteht kein Anlass: „Es hat sich nichts gebessert“, meint sie in der Rückschau. Das klingt bei ihr nicht resigniert, sondern wie ein Ansporn für den nächsten Kampf.
Das Schlimmste für sie war, dass ausgerechnet Rot-Grün unter Gerhard Schröder die Hartz-IV-Gesetze verabschiedet hat. Die Reichen wurden noch reicher, die Armen noch ärmer. Jetzt setzt sie alle Hoffnung auf eine erneuerte SPD. Dass wenige Tage vor ihrem Geburtstag Rot-Grün in NRW die Wiederauferstehung feiert, kommt für sie einem Geschenk gleich. „Ich wünsche Hannelore Kraft Erfolg und hoffe, dass es dann auch im Bund wieder passt“, sagt die Streiterin für die kleinen Leute, die nach wie vor in der SPD-Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen aktiv ist.
„Sie ist eine der großen Aachener SPD-Frauen“, sagt Aachens SPD-Chef Karl Schultheis. Mit ihrem sozialpolitischen Engagement habe sie „Akzente und Maßstäbe gesetzt“.
Bis heute wird die ehemalige Ratsfrau in ihrem Viertel angesprochen und um Hilfe gebeten. „Das freut mich unglaublich, die Menschen haben Vertrauen“, sagt sie. Immer noch versucht sie nach Kräften zu helfen. Zwar kann sie nur noch schlecht laufen, dafür aber gehe es ihr „kopfmäßig gut“. Ihre Kollegen im Ortsverein wissen das ohnehin zu schätzen. „Sie ist unser Gewissen, unsere Seele“, sagt Matthias Dopatka, den ein gutes halbes Jahrhundert von Hildgarde Lisse trennt.
Ihren Geburtstag feiert sie heute mit ihrer Familie in der Eifel. Wer ihr gratulieren will, muss sich also noch ein paar Tage gedulden.
 - Karl Schultheis MdL, Peter Combächer, Mathias Dopatka, Erna Fuhrmann, Hildgarde Lisse, Hermann Hartong Foto:Quelle AN 3.6.2010
Do, 3. Jun. 2010 Quelle:Aachener Nachrichten - Stadt / Lokales /Werner Czempas
Peter Combächer steht für „das soziale Gewissen der SPD“
Ein Vierteljahrhundert an vorderster Stelle: Der langjährige Vorsitzende der SPD Aachen-Ost ist nun Ehrenvorsitzender. Ein Urgestein des Ortsvereins.
In einer Zeit, in der Politiker spektakulär „den Bettel hinschmeißen“, ist es nicht alltäglich, was der Ortsverein Ost der Aachener SPD zu feiern hatte: 25 Jahre marschierte Peter Combächer der SPD-Ost als Vorsitzender voran, jetzt kürten ihn die dankbaren Genossen zum Ehrenvorsitzenden.
Peter Combächer hatte im April 1985 den Vorsitz der SPD im Aachener Osten übernommen. Nach 25 Jahren an vorderster Stelle legte der 61-Jährige in diesem Frühjahr sein Amt in jüngere Hände. Nachfolger Mathias Dopatka rühmte seinen Vorgänger als „ein wahres Urgestein der Aachener SPD und des Ortsvereins Ost“. Ihm sei sehr wohl bewusst, so der im Ruhrgebiet gebürtige 28-jährige Aachener Ratsherr, in welch große Fußstapfen er „im Malocherviertel“ der Stadt trete. Viele Weggefährten und Repräsentanten der Aachener SPD waren zur Feierstunde ins Restaurant „Zum Fuchsbau“ auf dem Adalbertsteinweg gekommen. Unter ihnen auch die langjährige SPD-Ratsfrau und ebenfalls Ehrenvorsitzende des Ortsvereins Ost, die heute in Roetgen lebende 84-jährige Erna Fuhrmann.
Peter Combächers Vorgänger im Parteiamt, Städteregionstagsmitglied Hermann Hartong, hob hervor, Combächer habe es „mit Bravour“ immer wieder verstanden, die SPD „ausgleichend und für die gemeinsame Sache kämpfend“ durch manch turbulente Zeit zu führen. Als Ratsherr habe sich Combächer vor allem um Rothe Erde verdient gemacht. „Bleibe uns weiterhin Berater und führe uns auf den linken Pfad der Tugend, wenn wir abirren sollten“, forderte Sozialpolitikerin Hildgarde Lisse den Parteifreund auf. An vorderster Stelle und vor allem aus gewerkschaftlicher Sicht, so Lisse, habe Peter Combächer der traditionell linken SPD-Ost weiterhin linkes Profil gegeben – „auch in den Jahren der Turbulenzen um die Agenda 2010 und Hartz IV und manchmal zum Entsetzen des Unterbezirks“. Das freundschaftliche Sticheln parierte Parteichef Karl Schultheis, Vorsitzender des bundesweit als „links“ geltenden SPD-Unterbezirks Aachen, ebenso freundlich: „Der linke Ortsverein Ost mit Peter Combächer war uns weniger ein Entsetzen, er war uns ein Entzücken.“ Combächer sei „das soziale Gewissen der SPD“ für die Menschen im Ostviertel gewesen. Als Gewerkschafter (mehr als 25 Jahre im Vorstand der IG Metall) sei er für die Aachener SPD das Bindeglied zur IG Metall gewesen. Schultheis: „Peter hat seinen Kampfgeist aus seiner Tätigkeit als langjähriger Betriebsratsvorsitzender der ehemaligen Nadelfabrik Leo Lammertz in die SPD eingebracht und im Ostviertel für die Menschen, die in der Regel nicht zu den Privilegierten zählen.“ Nicht unerwähnt in seinem Dankeschön ließ der SPD-Chef die gesellige Natur des Ehrenvorsitzenden. Die habe sich vor allem bei vielen Frankenberger Viertelfesten bewährt, auf denen Combächers Wohnmobil eine beliebte Anlaufstation gewesen sei. „Gute Politik muss gesellig sein und auf die Menschen zugehen. Dafür steht Peter Combächer. Er trägt dazu bei, dass Menschen sich vertrauensvoll der SPD zuwenden“, bedankte sich Schultheis für den gesamten Unterbezirk.
Nicht aufs Altenteil
Vorsitzender Rolf Winkler gratulierte für die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) in der SPD. Auch in ihr ist Combächer führend aktiv, weshalb Winkler bat, der Parteifreund möge sich „nicht aufs Altenteil zurückziehen“. Für die IG Metall ließ Vorsitzender Franz-Peter Beckers Glückwünsche ausrichten. Der so vielfach Gepriesene nahm – in der ihm eigenen Art themenreich von alten Zeiten plaudernd – viel Beifall, einen bunten Blumenstrauß, eine prächtige Urkunde und ein stattliches Willy-Brandt-Buch entgegen. Und machte als Ehrenvorsitzender den Genossen gleich wieder Dampf: „Wir brauchen im Viertel eine Partei-Zeitung. Wenn Ihr die nicht macht, dann mach’ ich sie alleine.“

SPD Aachen-Ost mit verjüngtem Vorstand
Bei einer gut besuchten Mitgliederversammlung hat die SPD im Aachener Osten Mathias Dopatka zu ihrem neuen Vorsitzenden gewählt. Der 28-jährige war bis Ende Januar noch Vorsitzender der Aachener Jungsozialisten und sitzt seit vergangenem Jahr im Aachener Stadtrat. Dopatka folgt damit auf Peter Combächer, der seit 25 Jahren dem Ortsverein vorstand und nun zugunsten einer Erneuerung auf eine weitere Kandidatur verzichtete. Der Ortsverein dankte ihm herzlich für die geleistete Arbeit und wird auch weiterhin mit seiner Unterstützung rechnen können.
Zur Seite stehen Dopatka Hildgarde Lisse und Hermann Hartong als Stellvertreter, sowie Mac Ahrweiler (Kassierer), Dr. Tobias Kronenberg (Schriftführer) und Halice Kreß-Vannahme (stellv. Schriftführerin). Ergänzt wird der Vorstand von 10 Beisitzer/innen und zwei Revisorinnen (s.u.).
Als erste Zielmarke steht für den neu gewählten Vorstand die Landtagswahl an. „Unser Ziel ist es nicht nur die Wahlkreise direkt zu gewinnen, sondern vielmehr auch langfristig die Wahlbeteiligung zu erhöhen.“ meint Mathias Dopatka. „Viele Menschen fühlen sich mit ihren Problemen allein gelassen. Hier müssen wir ansetzen und auf die Bürger zugehen.“
Dass dies gelingen kann ist sich Hermann Hartong sicher. Er verweist auf den Stimmbezirk Kongressstraße, in dem unter anderem durch intensive Hausbesuche sowohl die Beteiligung an den Briefwahlen, als auch in den Wahllokalen bei der letzten Ratswahl gegen den städtischen Trend gestiegen ist. „Auch unsere vielen Veranstaltungen im Viertel, beispielsweise die Fraktion vor Ort im Haus für Identität und Integration oder unsere Diskussion zum Thema Mindestlohn, haben hierzu beigetragen.“ ergänzt Hildgarde Lisse. Mit ihrer Wahlkreiskandidatin für Aachen Süd, Claudia Walther, ist der Ortsverein sehr zufrieden. „Claudia ist genau die richtige Kandidatin für unser Viertel.“, unterstreicht Mathias Dopatka. „Mit ihren Schwerpunkten Bildung und Integration kann sie in Düsseldorf helfen die Probleme hier vor Ort erfolgreich anzugehen.“
Konkret in Aachen erhofft sich der Ortsverein viel von einem möglichen Regierungswechsel in Düsseldorf, gerade im Bildungsbereich und bei der Kinderbetreuung. Mathias Dopatka hierzu: „Der Sozialplan der Stadt Aachen hat unterstrichen, dass in vielen Punkten der Aachener Osten noch immer ein sozialer Brennpunkt ist. Gerade darum ist es uns wichtig Kindern alle Chancen zu geben und ihnen kostenfreie Bildung, vom Kindergarten bis zur Hochschule, zu ermöglichen. Mumpitz wie das KiBiz-Gesetz oder die Herdprämie verschärfen nur die soziale Spaltung der Gesellschaft.“ Beispielhaft ist hier die gute Situation in Rheinland-Pfalz. „Rheinland-Pfalz ist sicherlich nicht wohlhabender als NRW. Dennoch ist dort der Bildungsweg, vom Kindergarten an, kostenfrei. Wieso soll dies bei uns nicht auch möglich sein?“ fragt Halice Kreß-Vannahme.
An konkreten, lokalen Projekten hat der Ortsverein sich ebenfalls viel vorgenommen. Einen Schwerpunkt bildet hier das bereits erwähnte Haus für Identität und Integration (HII). Nachdem das HII unter Rot-Grün auf den Weg gebracht wurde will die SPD es nun mit Leben füllen und die Weiterentwicklung konstruktiv begleiten. Weitere Punkte sind unter anderem die Neukonzeptionierung der Frankenburg, die Umgestaltung der Viktoriaallee sowie das Stadtteilerneuerungsprogramm Nord, welches ein Gebiet bis zur Josefskirche hin umfasst.
Als Beisitzer/innen wurden gewählt: Ali Celebi, Marie-José Dassen, Karl Dvorak, Waltraud Hartong, Lukas Krott, Hans Lambert, Katja Pustowka, Angelino Santamaria, Sevgi Sakar, Marion Voßeler-Hegermann
Die beiden Revisorinnen sind Dr. Stefanie Abel und Friederike Spatz.
Mit freundlichen Grüßen,
Mathias Dopatka
Impressionen aus der Jahreshauptversammlung des Ortsvereins Ost am 23.2.2010
 - der neue Vorsitzende Mathias Dopatka
 - Claudia Walther
Der Berichtszeitraum war geprägt von einem anscheinend unaufhaltsamen Niedergang der SPD In der großen Koalition auf Bundesebene gelang es der SPD nicht, ein eigenes sozialdemokratisches Profil zu entwickeln und zu zeigen, vielmehr hielten die handelnden Personen unbeirrt an der Schröderschen Agenda Politik fest und gefielen sich darin, den vorsichtig agierenden Parteivorsitzenden Kurt Beck wegzubeißen. Mit dem Erfolg, dass wiederum Franz Münterfering Parteivorsitzender wurde und dem Ergebnis von 23 % für die SPD bei der Bundestagswahl. Dieses Ergebnis veranlasste Franz Müntefering, nicht mehr für den Vorsitz der SPD zu kandidieren und mit Sigmar Gabriel als Vorsitzendem und Andrea Nahles als Generalsekretärin wird nunmehr der Versuch gemacht, die SPD vorsichtig zu erneuern. Dem widerspricht, dass ausgerechnet einer der Architekten der Agenda 2010, nämlich Frank-Walter Steinmeier, sich sozusagen im Alleingang den Fraktionsvorsitz noch am Wahlabend gesichert hat. [hier weiterlesen]
Pressemitteilung
„ Es muss etwas passieren, die SPD muss sich erneuern“ war die einhellige Meinung der Mitglieder der Versammlung des SPD Ortsverein Aachen Ost. Karl Schultheis, MdL, erläuterte umfassend die Wahlergebnisse des 30. August in Aachen und Städteregion sowie der Bundestagswahl. Eindeutig war die Meinung, dass die Wahlniederlagen hausgemacht seien. Wenn die missglückten Reformen der Agenda 2010 und damit Hartz IV insbesondere die traditionelle SPD Wählerschaft betreffen, so darf es nicht verwundern, dass diese verschreckt und enttäuscht sich von der SPD abwenden und massenhaft Wahlenthaltung machen.
Das sei ganz besonders im Aachener Ost- und Nordviertel der Fall. Diese Wähler und Wählerinnen seien nur wieder für die SPD zu gewinnen, wenn sich die Politik eindeutig zu ihren Gunsten ändern.
Darüber hinaus wurde heftiger Unmut geäußert über die Planungen des Parteivorstandes zur Besetzung der Ämter an der Parteispitze. Dieser Unmut führte zur Verabschiedung einer Resolution, die dringend eine gründliche Erneuerung der Partei sowohl personell wie inhaltlich fordert und die dem Parteivorstand der SPD in Berlin übersandt wurde.
Im Verlauf der Sitzung wurden neben den Delegierten zur Kreiswahlkonferenz Landtagswahl 2010 die Delegierten für die nächsten 2 Jahre für die Unterbezirksparteitage gewählt.
Die Delegierten zur Kreiswahlkonferenz Landtag sind:Hermann Hartong, Hildgarde Lisse, .Waltraud Hartong, Karl Schultheis, Mathias Dopatka, Mac Ahrweiler, Katja Pustovka
Den Ortsverein auf den Unterbezirksparteitagen werden vertreten: - HH
Mac Ahrweiler, Hildgarde Lisse, Werner Czempas, Katja Pustowka, Waltraud Hartong, Peter Combächer. Aachen, den 9.10.2009, veröffentlicht in den AN am 15.10.2009 (gekürzt)
Stadt will noch mehr Fremdsprachenkompetenz im Bürgerservice
Der Personal- und Verwaltungsausschuss im Rat der Stadt Aachen hat sich dafür ausgesprochen, die Fremdsprachenkompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Verwaltung und besonders im Bürgerservice weiter zu verstärken und beschlossen, in Zukunft bei der Ausschreibung von Stellen in publikumsintensiven städtischen Fachbereichen ausdrücklich auf wünschenswerte Fremdsprachenkenntnisse hinzuweisen. Auch im Rahmen der internen Fortbildung soll die Fremdsprachenkompetenz der städtischen Mitarbeiter weiter gefördert werden.
Bislang gibt es zwar keine problematischen Verständigungsschwierigkeiten. Mit allen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, so das städtische Presseamt, weiß man sich meist erfolgreich zu helfen. Sollte die Kommunikation doch einmal nicht ausreichen, wird der Hilfesuchende gebeten, mit einem Bekannten, der dann übersetzt, erneut vorzusprechen. Dies ist jedoch nur in Ausnahmefällen nötig.
Dieser Beschluss geht auf einen Antrag des SPD OV Ost zurück, der damit den Wünschen der Teilnehmer/innen an den Ausländerkonferenzen des Ortsvereins Ost im Jahr 2007/8 entsprach.
Mitteilung des Presseamtes der Stadt Aachen v. 26.3.2009
Unser Vorstandsmitglied Marion Vosseler hat geheiratet. Wir gratulieren ihr und ihrem Mann Andreas Hegermann herzlich. Die Glückwünsche des Ortsvereins Aachen Ost überbrachten der Vorsitzende Peter Combächer, die beiden stellvertr. Vorsitzenden Hildgarde Lisse und Mathias Dopatka und das Vorstandsmitglied Angelino Santamaria.
Tätigkeitsbericht 2006
Im Berichtszeitraum wurden regelmäßig Vorstandssitzung abgehalten, die überwiegend gut besucht waren, auch von Nichtvorstandsmitgliedern.
Hier der vollständige Bericht
Wir gratulieren herzlichst: unserem Vorstandsmitglied Leonard Bequiri und seiner Frau zur Geburt des Sohnes Alve und unserer Revisorin Friederike Spatz und ihrem Mann zur Geburt der Tochter Meret!
 - Erna Fuhrmann und Peter Combächer
Erna Fuhrmann zur Ehrenvorsitzenden des SPD – Ortsvereins Aachen Ost ernannt (Quelle AN v. 1.12.2006) Mit Händen und Füßen hat sie sich gegen die Auszeichnung gewehrt, Doch letztendlich erfolglos. „ Gegen Hildgarde Lisse kann ich mich nicht durchsetzen, die ist zu stark für mich“, lächelt Erna Fuhrmann ergeben.“ Denn, was ich getan habe, war doch eine Selbstverständlichkeit. Erna Fuhrmann ist ab sofort Ehrenvorsitzende des SPD-Ortsvereins Aachen-Ost. Hildgarde Lisses Vorschlag, die „rote Erna“ zur Ehrenvorsitzenden zu ernennen, wurde einstimmig im Ortsverein beschlossen. Schade nur, dass die „ rote Hildgarde“ nicht zur Ehrung der „ roten Erna“ in die Gaststätte „ Fuchsbau“ kommen konnte. „ Sie ist leider krank“ bedauert Erna Fuhrmann am Abend. Ratsherr Peter Combächer, Vorsitzender des Ortsvereins Aachen Ost, sagt denn auch über Erna Fuhrmann: „ In Rothe Erde bist Du weltberühmt, während Deiner politischen Arbeit hast Du weitreichende Spuren hinterlassen.“ Unterbezirksvorsitzender Karl Schultheis, MdL: „ Du bist eine der sozialdemokratischen Persönlichkeiten, die man auch jungen Genossen vorzeigen kann“, lobt er die 80-Jährige, die zehn Jahre lang, von 1969 bis 1979 den Wahlkreis Rothe Erde im Stadtrat vertrat. Der Landtagsabgeordnete attestiert der Genossin aus Rothe Erde ein soziales Gewissen, „sie hat immer den Menschen geholfen“. Schultheis rühmt:“ Die Erna ist ein hervorragendes Beispiel für sozialdemokratische Arbeit. Und sie hat sich bereits für die Emanzipation der Frauen eingesetzt, als das Wort noch gar nicht so bekannt war.“ Immerhin war Erna Fuhrmann jahrelang Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen, der AsF. Dazu war sie auch zwölf Jahre lang Mitglied des Kirchenvorstandes der Arbeiterpfarre St. Barbara. Sie ist die erste Ehrenvorsitzende des Ortsvereins Ost der SPD. Und das ist den Sozialdemokraten im Osten eine Feier wert. Fuchsbau-Wirt Josef Falken öffnet sogar an seinem Ruhetag die Wirtschaft, damit die „ Roten“ feiern können – für eine Erna Fuhrmann ist das eine Selbstverständlichkeit. Etwas ausser Atem, zum Schluss der Feier kam auch OB Jürgen Linden vorbei. „ Für die Erna muss ich mir einfach die Zeit nehmen“.
 - Erna Fuhrmann und Karl Schultheis MdL
 - Erna Fuhrmann und Oberbürgermeister Dr. Jürgen Linden
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Eine Fabel (nicht nur für Kinder) von Klaus Becker
Eines Tages wollten oder mussten viele Tiere aus verschiedenen Gründen ihr Heim verlassen; so begaben sie sich auf die Suche nach einem geeigneten Platz, um sich neu anzusiedeln. Wie durch Magie angezogen trafen sie sich an einem schön gelegenen Ort im Westen. Rote, grüne, blaue, schwarze und weiße Tierchen begannen ihre Hütten zu bauen, Straßen und Spielplätze für ihre Kinder zu schaffen, Gärten anzulegen, Schulen zu errichten.
Solange sie mit dem Aufbau ihres neuen Lebens beschäftigt waren, Arbeiten erledigen mussten, sich gegen gemeinsame Gefahren und Gegner wehren, bestand die Gemeinschaft in bester Harmonie. Als aber die gröbsten Sachen bewältigt waren, schien man wieder Zeit zu haben, Zeit, um Unterschiede zu erkennen, Zeit für – vielleicht vergessene – Streitereinen und Zank.
Eines Tages kam nun eine Familie von gelben Tierchen; auch sie wollte sich an diesem schönen Ort niederlassen. Da sagte einer der Schwarzen: „Was wollen die denn hier? Die gehören nicht zu uns.“ Und ein Blauer fügte hinzu: „ Stimmt. Und außerdem nehmen sie uns die Sonne weg. Es wird viel zu eng hier.“
Die anderen schwiegen, denn schließlich hatten sie sich mit den Schwarzen angefreundet und sie wollten keinen Streit mit ihnen anfangen. Dadurch ermutigt, schikanierte der Schwarze, ab und zu unterstützt von einigen Blauen, die Gelben wo er nur konnte, er verleumdete sie, redete nur schlecht über sie, beschimpfte sie, kurz: er machte ihnen das Leben zur Hölle.
Irgendwann war es einigen dann doch zu viel: ein Weißer und ein Roter wollten vermitteln, aber der Schwarze sagte:
„Wie bitte? Ihr haltet zu denen? Was seid ihr nur für Freunde? Habe ich euch denn nicht beim letzten Fest den Nektar besorgt. Und jetzt dankt ihr mir das, indem ihr mir in den Rücken fallt? Mit euch will ich nichts zu tun haben.“
Die beiden befragten nun die Nachbarn, und fast alle missbilligten das Verhalten des Schwarzen, nur wollten sie nichts sagen, weil gerade der Anführer der Schwarzen immer so nett, so redegewandt, so freundlich gewesen war.
Aber nun gab es plötzlich wieder Gruppen: rote, grüne, blaue, schwarze, weiße, und der Streit ging nicht mehr nur noch über die Gelben. Plötzlich war es wieder wichtig, zu welcher Farbe man selbst gehörte, lange Zeit hatte das keine Rolle gespielt. Man war Nachbar, Kollege, Vereinskamerad gewesen, jetzt war man wieder hauptsächlich Schwarzer oder Blauer oder Roter oder Weißer.
Also blieben die Tierchen in der Folge unter ihren Farbengenossen, grüßten höchstens einmal Mitglieder anderer Gruppen, die man noch so gerade akzeptierte. Und alle hofften, dass sich irgendwann einmal von selbst die Gelegenheit bieten würde, die Farbe wieder zu vergessen und eine bunte Gemeinschaft zu sein.
Irgendwann.
Das hoffen sie noch heute
In unserem Stadtbezirk gibt es natürlich kein Farbendenken. Hier sind wirklich nur Freunde und Nachbarn unterwegs, die sich gegenseitig helfen, die integrieren und sich integrieren lassen, oder ?
Klaus Becker
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